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In den Artikeln wird die Aussage des Dresdners Buchautors Gunter Pirntke, dass Wilhelm Canaris judenfeindlich gewesen sei, aufgegriffen, und zwar vor dem Hintergrund, dass in Aplerbeck eine Straße nach Canaris benannt ist, die zudem an den jüdischen Friedhof grenzt. Die Rundschau wirft, mit Unterstützung von Guido Knopp (ZDF) die Frage auf, ob die Straße nicht umbenannt werden muss.
Die Benennung der Straße erfolgte 1955 unter dem Aspekt, dass Canaris am Widerstand gegen Hitler beteiligt war und 1945 deswegen vom NS-Regime ermordet wurde. Wenn es wissenschaftliche Ergebnisse gibt, die gegen eine solche Ehrung sprechen oder sie sogar verbieten, darf die Straße nicht weiter diesen Namen tragen.
Die Person Wilhelm Canaris ist seit Jahrzehnten Gegenstand intensiver historischer Forschungen. Das Buch von Gunter Pirntke, der kein Historiker ist und populäre Bücher zu den unterschiedlichsten Themen schreibt, trägt den Titel „Das wahre Gesicht des Wilhelm Franz Canaris. Undurchsichtiger Abwehrchef von Hitler“. Um eine seriöse Bewertung der von der Rundschau aufgeworfenen Frage zu erreichen, müsste eine exakte wissenschaftliche Aufarbeitung unter Einbeziehung und Prüfung aller Quellen und Forschungsergebnisse erfolgen.
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